Handschutz
Die Hände sind die wichtigsten Werkzeuge des Menschen. Ihre komplexe Funktionalität wie Beweglichkeit oder Feinfühligkeit zu erhalten und sie gleichzeitig gegen chemische oder mechanische Einwirkungen zu schützen, bedarf hoher kompetenz und Erfahrung. Das vielfältige Handschutzprogramm von Mühlberger Lerch bietet für jeden Zweck das optimale Produkt, vom einfachen Produktschutzhandschuh bis hin zum Spezialhandschuh für den Umgang mit kritischen Chemikalien oder Hochspannung.
Werkstoffe für Schutzhandschuhe
Leder: Aufgrund seiner Struktur ist Leder gegen mechanische Beanspruchung besonders widerstandsfähig. Es besitzt ein hohes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen und eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit. Man unterscheidet Narben-/Voll- und Spaltleder. Narbenleder (Oberhaut) ist aufgrund seiner festen und glatten Oberfläche beständig gegen Öle und Fette. Doch die feste Faserstruktur macht es schnittempfindlicher als Spaltleder. Zum Anfassen heißer Gegenstände ist Spaltleder (Unterhaut) mit entsprechender Gerbung und isolierendem Innenfutter gut geeignet.
Elastomere: Handschuhe aus Kunststoff können so verarbeitet werden, dass sie flüssigkeitsdicht und weitgehend beständig gegen Öle, Fette, Laugen, Säuren und Lösemittel sind Chemikalienschutzhandschuhe). Es wird unterschieden zwischen Schutzhandschuhen aus:
- Folie
- Kunststoff ohne Beschichtungsträger
- Kunststoff mit Beschichtungsträger (Voll- oder Teilbeschichtung)
Zur Erhöhung der Griffsicherheit werden die Handschuhe oft mit Noppen bzw. Rippen profiliert oder besitzen ein abriebfestes Granulat auf der Oberfläche.
Textilien: Schutzhandschuhe aus Naturfasern eignen sich besonders für trockene Arbeiten. Durch entsprechende Ausrüstung, Verarbeitung und Konfektionierung (z. B. Schlingenkonstruktion, Abfütterung,
Beschichtung etc.) lässt sich die Gebrauchstauglichkeit, insbesondere die Schnittfestigkeit und Isolation gegen Wärme und Hitze sowie das Brennverhalten, verbessern Schutzhandschuhe mit oder aus Chemiefasern, z. B. Aramid, zeichnen sich durch hohe Festigkeit, gute mechanische und thermische Eigenschaften aus.
Metall: Für Sonderzwecke werden Schutzhandschuhe auch aus Metall oder einer Verbindung aus Metall und anderen Materialien hergestellt, z. B. Metallgeflechthandschuhe zum Schutz gegen Stich- und Schnittverletzungen oder metallarmierte Handschuhe zum Schutz gegen Schnittverletzungen.
Risiko-Kategorien nach EN
Kategorie I: Minimales Risiko. Die EG-Richtlinie 686 verpflichtet den Hersteller, die Übereinstimmung mit der Anforderung der Richtlinie zu erklären (Konformitätserklärung).
Kategorie II: Mittleres Risiko. Nach erfolgter sogenannter EG-Baumusterprüfung erklärt der Hersteller die Konformität mit der Richtlinie und beschreibt das Leistungsprofil auf Basis der Untersuchung beim notifizierten Prüfinstitut.
Kategorie III: Tödliches, irreversibles Risiko. Wie Kategorie II, jedoch zusätzlich mit Nachweis – und Überprüfung – der Qualitätssicherheit, d. h. die Kontrollnummer des QS-Labors muss auf jedem Handschuh vermerkt sein.
Interessiert ? Ihr Weg zu uns beginnt hier... !


